Jonas Schulze„Kleine Körper, große Denker“ – dieser Slogan ziert den Rücken vieler grüner Hoodies, die man im Spielsaal der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM) sehen kann. So auch am vergangenen Wochenende in Hannover, wo die fünfte Vorrunde stattfand. Mit über 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war es erneut ein gut besuchtes Turnier des Deutschen Schachbundes. Die Nähe zu Sachsen-Anhalt sorgte zudem für eine hohe Beteiligung sachsen-anhaltinischer Schachspielerinnen und -spieler.
Besonders hervorzuheben sind zwei Spieler, die jeweils ihre Gruppe gewinnen konnten. In der C-Gruppe sicherte sich Jonas Wohlfahrt von der TSG Wittenberg mit einer makellosen Bilanz von 5 aus 5 Punkten den Sieg – eine herausragende Leistung. Auch in der D-Gruppe triumphierte ein Jonas: Jonas Schulze von den Schachzwergen Magdeburg. Auch er gewann mit 5 aus 5 Punkten. Für Jonas Wohlfahrt war es die erste Teilnahme an dieser Amateurmeisterschaft. Jonas Schulze hingegen hatte bereits im vergangenen Jahr in der Gruppe F teilgenommen und die Gruppe E in diesem Jahr übersprungen, um in der Gruppe D diesen großen Erfolg zu erzielen. Beide Spieler haben sich damit für die Endrunde qualifiziert, die in diesem Jahr in Dresden im Rahmen des Schachgipfels stattfinden wird. Vom 30. April bis 3. Mai 2026 bietet sich in Magdeburg bei der letzten Vorrunde der Saison eine weitere Chance, sich für die Endrunde in Dresden zu qualifizieren und es den beiden Jonas gleichzutun. Viel Erfolg!
Zwei Mannschaften unseres Bundeslandes kämpften an unterschiedlichen Fronten in der 2. Frauenbundesliga um eine erfolgreiche Schachsaison. SV Merseburg stämmte sich dabei gegen den Abstieg, SG 1871 Löberitz machte sich berechtigte Hoffnungen um den Aufstieg in die Frauenbundesliga. Einen ersten Etappensieg heimsten die Merseburgerinnen schon im direkten Duell mit einem 3:3 gegen Löberitz in der 5. Runde ein, so dass sie die Fahrt nach Dippoldiswalde etwas entspannter angehen konnten, da ein Abstieg nicht mehr möglich war. Dabei traten sie nur zu fünft an, was den Kampfgeist möglicherweise noch mehr motivierte. Insbesondere ist dabei der Sieg von Tanja an Brett 2 gegen Dora Peglau hervorzuheben. Am Ende belegte der SV Merseburg einen ausgezeichneten 5. Platz, wozu wir sehr herzlich gratulieren.
Etwas dramatischer ging es dabei bei den Frauen von der SG 1871 Löberitz zu. Am Sonnabend wurde dabei ein Pflichtsieg gegen SG Grünweiß Dresden (die immerhin 3. der Tabelle wurden) erspielt, ein hervorragendes 5:1. Das machte Hoffnung für den Kampf am Sonntag, der letzten Runde der 2. Frauenbundesliga gg. den SZ Seeblick Dipoldiswalde. Es wurde ein starkes 3:3 erkämpft, was leider sehr knapp nicht zum Aufstieg berechtigt. Nur ein halbes Pünktchen fehlte dazu. Beste Spielerin mit 100 % war dabei Laura Rogule (7 aus 7). Der Landesverband gratuliert der Frauenmannschaft der SG 1871 Löberitz mit Mannschaftsleiterin Rebekka Schuster zum Erringen der Silbermedaille und drückt die Daumen für die nächste Saison, wo sie wieder um den Aufstieg spielen werden.
https://www.sg1871loeberitz.de/teams/teams2526/dam1_6_7_reyk.htm
Im Jahr 2026 geht es mit unserer tollen Turnierserie - umgangssprachlich ABC-Cup genannt - weiter. Die Turnierorte für Turnier 3 und Turnier 4 sind Wernigerode und Halberstadt.
- Am Samstag, den 14. Februar 2026, öffnet die Ganztagsschule Burgbreite in Wernigerode ihre Pforten. Turnierleiter Fritz Niemann freut sich auf viel Teilnehmer.
- Die Abschlussrunde findet am 21. März 2026 in Halberstadt statt. Diesmal ist die Walter-Gemm-Schule das Ziel der Spieler. Urgestein Detlef Kürten richtet das Turnier aus.
Damit geht es nach der Altmark in Gardelegen und dem Salzlandkreis in Staßfurt nun gleich zweimal in den Harz!
Die Ausschreibung zu beiden Turnieren
A-B-Cup Turnier 3 in Wernigerode - Ausschreibung
A-B-Cup Turnier 4 in Halberstadt - Ausschreibung
- Schachmuseum Löberitz erbt schachlichen Nachlass von Großmeister Dr. Robert Hübner
- Schachzwerge Magdeburg holen Deutschen Vizemeistertitel bei der DVM u12w
- Grüße der Präsidentin Claudia Meffert zum Jahreswechsel
- Schach und Inklusion: Gesprächskreis der Friedrich-Ebert-Stiftung am 28.01.26 in Magdeburg